Chronik Marja Thalandt

Phex zum Gruße, ihr, die ihr meine Geschichte hören wollt!

Mein Name ist Marja Thalandt, geboren und aufgewachsen in Angbar. Im zarten Alter von 20 bin ich aus dieser Stadt gegangen, mein Verlobter hat eine andere Frau geheiratet, weil sie mehr Geld hatte. Ich habe nie wieder einen Fuß in diese Stadt gesetzt. Nun, inzwischen kann ich sagen, dass es mein Glück war, ihn nicht zu heiraten, den Sohn eines Händlers. So hatte ich die Möglichkeit, mich selbst zu finden und Freunde zu finden, die mit mir durch gute und schlechte Zeiten gegangen sind. Leider habe ich auch Freunde verloren, die Welt ist kein Puppenhaus (nicht, dass ich je eines gehabt hätte).

Bevor ich nun mit der Geschichte beginne, noch einige andere Anmerkungen: Nicht überall war ich anwesend, ich habe mit meinen Freunden gesprochen und mir die fehlenden Ereignisse dazugedacht. Möglich, dass ich manches Erlebte anders wahrgenommen habe, möglich, dass ich manches verzerrt habe. Das müsst ihr mir verzeihen, eigentlich bin ich keine Geschichtsschreiberin. Die Historizität (das Wort habe ich von Niccolo gelernt, danke dafür) ist sicherlich nicht gegeben, dafür entschuldige ich mich. Ich bin nicht mehr die Jüngste. Mag sein, dass ich auch manches vergessen habe, auch das ist mir zu verzeihen.

Im Frühjahr 1032 BF in einer kleinen Gaststätte in den Wäldern Nostrias saß eine kleine Frau, gutaussehend, zu Tode betrübt und trauerte um ihren Geliebten, der sie mit einer anderen betrogen hatte. Die Gaststätte war nicht groß, nicht schön und hatte definitiv schon mal bessere Zeiten gesehen. In die Gaststätte trat ein ein Söldner, groß und gut gebaut, gefolgt von einem Magier. Erkennbar war der Magier einfach an seinem Stab, der Robe und dem Hut (Ich glaub, es war ein Spitzhut) auf dem Kopf. Die beiden schienen sich nicht zu kennen, denn sie setzten sich an verschiedene Tische, nachdem sie dem Wirt um ein Zimmer und um Essen gebeten hatten. Erstaunlicherweise trat nach einer Weile tatsächlich auch ein Elf in die Gaststätte ein. Es war wohl kein Elf aus einer Stadt, augenscheinlich also ein Elf aus den Wäldern.

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