Menschen

Ich bin immer wieder fasziniert, wie Menschen sich verhalten. Gerade anderen Menschen gegenüber, die sie nicht leiden können oder die sie beneiden. Vorne hui hinten pfui ist ja ein gängiges Sprichwort um derartige Menschen zu beschreiben. ABER:

Vorspiegelung falscher Tatsachen, Lügen, betrügen, Defamieren,

ist alles etwas, das sich nicht gehört. Allein schon nicht in einer Gruppe von Menschen.

Und was sagt das Christentum dazu? Ich verweise auf das achte Gebot: du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deines Nächsten – Luther hat schon dazu gesagt, dass es mehr ist als nur vor dem Gericht eine Tatsachenwahrheit festzustellen. Es geht darum, über einen Menschen nicht schlecht zu reden, gerade hinter seinem Rücken nicht.

Wenn man ein Problem mit einem Menschen hat, sollte man diese Person direkt auf das Problem ansprechen. Doch dieses wird nicht mehr getan.

Das Gebot der Nächstenliebe ist außer Kraft damit gesetzt, ist das dann noch christlich?

Sind wir nicht gerade als Christen dazu verpflichtet, genau darauf zu achten?

Wo sind die charakterstarken Menschen hin, die zu ihrer Meinung stehen?

Ich vermisse sie.

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2 Antworten zu Menschen

  1. Patrick Bloy sagt:

    naja, selbst wenn das Gebot der Nächstenliebe außer Kraft gesetzt wäre, das ist ja finde ich die Besonderheit des Christentums, greift dann spätestens wiederum die Feindesliebe als Korrekturmoment für das von Dir beschriebene verhalten, bzw. sollte es zumindest.

    • Cess sagt:

      Ja, du sprichst richtig. Es sollte in dem Moment greifen. Doch interessanterweise haben wir es doch häufig mit Menschen zu tun, die außer ihrem eigenen Selbst und ihren eigenen Bedürfnissen nichts wahrnehmen wollen. Wenn du dann von deiner Seite aus immer und immer wieder tatsächlich christlich im Sinne der Feindes- und Nächstenliebe agierst, stehst du da dann nicht immer in der Defensive und musst quasi „Faustschlag um Faustschlag“ hinnehmen? Ist in dieser schrecklichen Logik das Christentum nicht zum Märtyrertum berufen und gemacht?
      Menschen sollten ihre Grenzen durchaus aufgezeigt werden. Doch wie es genau gehen soll in Momenten wie diesen, ist schwer zu sagen.
      Ich scheute mich lange, Menschen verallgemeinert in eine Kategorie zu stecken. Was ich immer wieder erfahre, ist, dass Menschen in Gruppen derart anders reagieren als wenn sie alleine sind; das macht mich kirre.

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